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Bitkom-DESI-Index

Digitalisierung bleibt Wettbewerbsfaktor: Deutschland fällt im EU-Ranking auf Platz 17

Quelle: Alexandre Lallemand/Unsplash

Deutschland kommt bei der Digitalisierung zwar voran, verliert im europäischen Vergleich jedoch an Boden. Im Bitkom-DESI-Index 2026 belegt die Bundesrepublik unter den 27 EU-Mitgliedstaaten Rang 17 mit 51,1 Punkten. Im Vorjahr lag Deutschland noch auf Platz 14. Unter den fünf größten EU-Ländern erreicht Deutschland den zweiten Platz hinter Spanien und vor Frankreich, Polen und Italien.

Der vom Bitkom e.V. mit Sitz in Berlin veröffentlichte Index basiert auf den Digitalisierungsindikatoren der EU-Kommission. Nachdem diese seit 2023 kein Gesamtranking mehr veröffentlicht, führt der Digitalverband die Einzelindikatoren nach der bisherigen Methodik zu einem Gesamtranking zusammen. Der Bitkom-DESI-Index 2026 umfasst 44 Indikatoren.

Unternehmen digitalisieren sich schneller

Im Bereich der digitalen Transformation von Unternehmen erreicht Deutschland Platz 11 nach Rang 8 im Vorjahr. Im Vergleich der fünf größten EU-Staaten liegt die Bundesrepublik damit auf Platz eins. Positiv bewertet der Index unter anderem die Entwicklung bei sogenannten Unicorns – Start-ups mit einer Unternehmensbewertung von mehr als einer Milliarde Euro.

Auch bei den digitalen Kompetenzen verbessert sich Deutschland deutlich und steigt von Platz 15 auf Rang 11. Der Anteil der IT-Fachkräfte liegt mit 5,5 Prozent der Beschäftigten über dem EU-Durchschnitt. Ebenso fällt der Anteil der Absolvent:innen in IT-Studiengängen höher aus als im europäischen Mittel.

Schwächen bei Verwaltung und Nutzung der Infrastruktur

Bei der Qualität der digitalen Infrastruktur belegt Deutschland ebenfalls Platz 11. Die 5G-Abdeckung erreicht inzwischen 99,5 Prozent der Haushalte und liegt damit über dem EU-Durchschnitt. Defizite bestehen jedoch bei der Nutzung leistungsfähiger Breitbandanschlüsse. Nur sieben Prozent der Bevölkerung verwenden Anschlüsse mit einer Geschwindigkeit von mindestens 1.000 Mbit/s. In dieser Kategorie erreicht Deutschland lediglich Rang 21.

Besonders groß bleibt der Rückstand bei der Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung. Hier landet Deutschland auf Platz 22 von 27 EU-Staaten. Zwar wurden digitale Verwaltungsangebote und vorausgefüllte Formulare ausgebaut, die Nutzung und der Digitalisierungsgrad bleiben jedoch unter dem europäischen Durchschnitt.

Dänemark im Ranking vor

Angeführt wird das Ranking von Dänemark vor Finnland, den Niederlanden, Malta und Luxemburg. Die Schlusslichter bilden Rumänien, Bulgarien und die Slowakei.

 

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vg 04.08.2026