Studien
KI-Studie zeigt klare Nutzungstrends und große Effizienzgewinne

Quelle: Igor Omilaev/Unsplash
Eine aktuelle Befragung im Auftrag von Adobe Acrobat zeigt, wie stark KI‑Tools inzwischen in dokumentenintensiven Arbeitsprozessen angekommen sind. Von den 62 Prozent der Menschen, die täglich am Computer arbeiten, berichten 67 Prozent, dass KI ihnen bis zu acht Stunden pro Woche einspart. Besonders häufig kommt KI bei administrativen Aufgaben zum Einsatz, etwa beim Erstellen und Bearbeiten von Dokumenten, für Korrekturen oder Zusammenfassungen (29 Prozent) sowie für Übersetzungen und Lokalisierungen (25 Prozent). Kreative oder verantwortungsvolle Tätigkeiten werden dagegen deutlich seltener delegiert.
Für die Studie hat das Londoner Marktforschungsinstitut 3Gem insagesamt 1.500 Erwachsenen in Deutschland befragt.
Wofür KI im Arbeitsalltag genutzt wird
Die Studie zeigt ein klares Muster: KI unterstützt vor allem datenbasierte und operative Aufgaben. HR‑Prozesse wie Recruiting oder Onboarding spielen mit 12 Prozent eine deutlich geringere Rolle, ebenso wie Anwendungen in Recht, Gesundheitswesen oder Logistik (14 Prozent). Die Zurückhaltung bei sensiblen Aufgaben deutet auf ein weiterhin begrenztes Vertrauen in KI‑gestützte Entscheidungen hin.
Branchen mit besonders hoher KI‑Nutzung
In Wirtschaft, Beratung und Management setzen 46 Prozent KI für Dokumentenarbeit ein, ähnlich hohe Werte zeigen Ingenieurwesen und Produktion (42 Prozent). Im Marketing liegt der Schwerpunkt dagegen auf Content‑Erstellung, Personalisierung und visuellen Inhalten (36 Prozent). Gleichzeitig geben 26 Prozent der Beschäftigten an, gar keine KI‑Tools zu nutzen – ein Hinweis auf Skepsis oder fehlende Transparenz im Arbeitsalltag.
Wie KI Dokumente unterstützt
Am häufigsten nutzen Beschäftigte KI, um Inhalte zusammenzufassen (29 Prozent) oder zu übersetzen (28 Prozent). Für das Ausfüllen von Formularen (17 Prozent) oder das Erstellen von Präsentationen (18 Prozent) wird KI deutlich seltener eingesetzt. Dennoch berichten viele von spürbaren Effizienzgewinnen: Ein Viertel spart drei bis fünf Stunden pro Woche, ein Drittel ein bis zwei Stunden.
Datenschutz bleibt größte Hürde
Die größten Bedenken betreffen Datensicherheit und Datenschutz (26 Prozent), gefolgt von Zweifeln an der Genauigkeit KI‑generierter Inhalte (21 Prozent). Männer und Frauen bewerten die Risiken nahezu identisch. Auch Unternehmensrichtlinien, die KI‑Nutzung einschränken, werden von 13 bis 15 Prozent als Hindernis wahrgenommen.
Was Google‑Suchdaten über KI‑Bedarf verraten
Die Analyse der Google‑Suchdaten zeigt, wo der Unterstützungsbedarf besonders hoch ist: Berufliches Schreiben und administrative Aufgaben verzeichnen zusammen über 330.000 Suchanfragen innerhalb eines Jahres. Dokumentenbearbeitung und Formatierung folgen mit rund 148.000 Anfragen. Regional stechen Düsseldorf (+52,2 Prozent), Duisburg (+100 Prozent) sowie Mannheim und Wuppertal mit starken Anstiegen bei Karriere‑ und Bewerbungsanfragen hervor.
Über die Studie
Die Untersuchung Der Aufstieg von KI‑Dokumenten basiert auf einer repräsentativen Befragung von 1.500 Erwachsenen in Deutschland, durchgeführt vom Marktforschungsinstitut 3Gem im Auftrag von Adobe Acrobat. Erhoben wurde der Zeitraum vom 18. bis 24. April 2026. Ergänzend analysierte Adobe mithilfe der Google‑Ads‑Suchvolumen‑API von DataForSEO relevante Suchbegriffe, die zu aufgabenbasierten Keyword‑Clustern zusammengefasst wurden, um reale Dokumenten‑Workflows abzubilden. Die Daten wurden sprachlich lokalisiert, nach monatlichen Suchvolumina ausgewertet und in Audit‑Tabellen dokumentiert. Auf eine künstliche Trennung zwischen KI‑ und Nicht‑KI‑Suchanfragen wurde bewusst verzichtet, da viele allgemeine Suchanfragen bereits KI‑Intentionen widerspiegeln.
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