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Backwarenhersteller

Aryzta prüft alle Optionen für Deutschland

Quelle: Wesual Click/Unsplash

Der Backwarenhersteller Aryzta AG will angesichts der schwierigen Marktentwicklung in Deutschland alle strategischen Optionen für das Geschäft prüfen. Das teilte das Unternehmen bei der Vorlage seiner Halbjahreszahlen für 2026 mit. Deutschland habe sich im ersten Halbjahr zum herausforderndsten Markt entwickelt und die positive Entwicklung in anderen wichtigen Märkten belastet.

Der Schweizer Backwarenhersteller Aryzta, der tiefgekühlte und vorgebackene Backwaren für Gastronomie, Handel und weitere Außer-Haus-Kanäle produziert, erzielte im ersten Halbjahr 2026 einen Umsatz von 1,064 Milliarden Euro. Organisch ging der Umsatz um 2,7 Prozent zurück. In Europa, der wichtigsten Region des Konzerns, lag das organische Wachstum bei minus 3,4 Prozent. Besonders schwach entwickelte sich Deutschland. Als Gründe nennt das Unternehmen eine hohe Preissensibilität, eine fragile Konsumstimmung sowie zusätzliche Backkapazitäten, die das Verhältnis von Angebot und Nachfrage belasteten.

Zwischen Innovation und 'Project Excellence'

Im Backwarenmarkt verschärft sich damit der Wettbewerb um Konsumenten und Absatzkanäle. Aryzta setzt unter anderem auf Innovationen, die nach Unternehmensangaben inzwischen 19 Prozent des Konzernumsatzes ausmachen. Auch in Europa tragen neue Produkte zur Stabilisierung der Geschäftsentwicklung bei. In Deutschland sollen Investitionen in Innovationen ebenfalls dazu beigetragen haben, den Umsatzrückgang zu begrenzen.

Parallel treibt Aryzta das konzernweite Effizienzprogramm 'Project Excellence' voran. Bis 2028 sollen dadurch Nettoeinsparungen von 20 bis 30 Millionen Euro erzielt werden. Ein Teil der Maßnahmen betrifft die Produktion, weitere Einsparungen sollen durch eine organisatorische Neuaufstellung erreicht werden. Die vollständige Wirkung der Maßnahmen erwartet der Konzern ab 2027.

Deutschland im strategischen Fokus

Welche Konsequenzen die schwache Entwicklung für das Deutschlandgeschäft haben wird, lässt Aryzta zunächst offen. Das Management kündigte ausdrücklich an, "alle Optionen" für Deutschland zu prüfen, um den Unternehmenswert für die Aktionäre zu maximieren. Konkrete Maßnahmen oder mögliche Veränderungen im Markenportfolio nannte das Unternehmen nicht.

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vg 10.08.2026