Taschenhersteller
Tidura: Ortlieb kontrolliert künftig auch das Material
Ortlieb erweitert seine Fertigungsstrategie: Der auf wasserdichte Taschen spezialisierte Hersteller entwickelt und produziert mit Tidura erstmals ein eigenes Gewebesystem. Damit geht das Unternehmen einen Schritt weiter als bei der bisherigen Kontrolle von Verarbeitung, Verschweißung, Verschlüssen und Beschlägen. Das Material wurde speziell auf die Fertigungsprozesse und Qualitätsanforderungen von Ortlieb abgestimmt. Gewebe, Beschichtung, Verschweißung und Verschluss werden dabei als zusammenhängendes System betrachtet. Nach Unternehmensangaben soll dies eine gleichbleibende Produktqualität und eine durchgängige Rückverfolgbarkeit über die Produktionsstufen ermöglichen.
Fertigung über mehrere Stufen
Das Gewebe wird in den Benelux-Ländern gewebt und anschließend von der zur Ortlieb-Gruppe gehörenden GDS – Gesellschaft für dichtende Systeme – am Standort Heilsbronn beschichtet. Die beiden Unternehmen gehören demselben Eigentümer. Ortlieb selbst fertigt seine Taschen am benachbarten Standort.
Tidura gibt es zunächst in den Varianten 'strong' und 'core'. Beide Gewebe sind TPU-beschichtet und für die Hochfrequenzverschweißung ausgelegt. Dabei werden Materialkanten miteinander verbunden, anstatt sie zu vernähen. Auf diese Weise sollen potenzielle Schwachstellen durch Einstichlöcher vermieden werden.
Tidura Strong soll dabei vor allem bei Produkten für höhere Belastungen zum Einsatz kommen, während Tidura Core auf ein ausgewogenes Verhältnis von Gewicht, Robustheit und Handhabung ausgelegt ist.

Quelle: Ortlieb
Neue Produkte zum Start
Mit der Einführung von Tidura bringt Ortlieb zunächst mehrere bestehende Produktlinien mit dem neuen Material auf den Markt. Dazu gehören die Hinterradtasche Back-Roller 20L Zip-Pocket, der Velocity 23L und die Duffle Zip in zwei Größen. Hinzu kommt mit dem Daypack 23L ein neu entwickelter Tagesrucksack aus Tidura Core.
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