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Innovationscluster-Ranking

Sieben deutsche Regionen unter den weltweit führenden Innovationsclustern

Quelle: Sewcream/Adobe Stock

Deutschland ist im internationalen Vergleich weiterhin breit aufgestellt, wenn es um regionale Innovationskraft geht. Das zeigt das aktuelle Innovationscluster-Ranking der Weltorganisation für geistiges Eigentum (WIPO). Sieben deutsche Städte und Regionen finden sich unter den 100 weltweit führenden Innovationsclustern. Damit liegt Deutschland hinter China und den USA auf Platz drei der Länder mit den meisten Top-100-Clustern.

An der Spitze des Rankings stehen Shenzhen-Hong Kong-Guangzhou, Tokyo-Yokohama und San Jose-San Francisco. China kommt auf 25 der 100 führenden Cluster, die USA auf 20. Deutschland folgt mit sieben, vor Großbritannien und Indien mit jeweils vier Clustern.

München bleibt Deutschlands stärkstes Innovationscluster

Bestplatziertes deutsches Cluster ist erneut München. Die Region erreicht Rang 28 und liegt damit nur einen Platz hinter dem Vorjahresergebnis. Auch im europäischen Vergleich gehört München weiterhin zur Spitzengruppe: Lediglich Paris und Amsterdam-Rotterdam schneiden besser ab. Besonders stark ist München bei der Innovationsintensität, also der Innovationsleistung im Verhältnis zur Bevölkerungszahl. In diesem Vergleich belegt die Region weltweit Rang 15.

Berlin folgt auf Platz 31 und verschlechtert sich damit leicht gegenüber dem Vorjahr (Rang 30). Eine besondere Stärke der Hauptstadt sind laut WIPO die Aktivitäten im Bereich Venture Capital.

Auch die weiteren deutschen Cluster bleiben in den Top 100, liegen im Ranking jedoch teilweise etwas niedriger als 2025: Köln kommt auf Rang 47 (Vorjahr: 43), Stuttgart auf Rang 54, Frankfurt am Main auf Rang 68 (64), Heidelberg-Mannheim auf Rang 88 (87) und Hamburg auf Rang 93 (91).

Sieben Regionen, unterschiedliche Stärken

Die Ergebnisse zeigen zugleich, dass sich die Innovationsaktivität in Deutschland nicht auf einen einzelnen Standort konzentriert. Neben München und Berlin sind mit Köln, Stuttgart, Frankfurt am Main, Heidelberg-Mannheim und Hamburg fünf weitere Regionen vertreten.

Die WIPO bewertet für das Cluster-Ranking drei zentrale Größen: internationale Patentanmeldungen nach dem Patent Cooperation Treaty (PCT), wissenschaftliche Veröffentlichungen und Venture-Capital-Geschäfte. Daraus ergibt sich ein Bild regionaler Innovationsökosysteme, in denen Forschung, Unternehmen, Erfinder und Kapital zusammenkommen.

Heidelberg-Mannheim etwa erreicht seine vergleichsweise gute Platzierung insbesondere aufgrund der wissenschaftlichen Publikationen. Berlin profitiert dagegen von seiner starken Position bei Risikokapitalgeschäften. München weist sowohl bei der Gesamtplatzierung als auch bei der Innovationsintensität eine hohe Dynamik auf.

Deutschland stark in der Fläche

Für Deutschland ist vor allem die breite regionale Verteilung bemerkenswert. Während China und die USA mit 25 beziehungsweise 20 Clustern deutlich vor Deutschland liegen, sind die deutschen Top-100-Standorte über mehrere Wirtschafts- und Forschungsregionen verteilt.

Insgesamt umfasst das WIPO-Ranking 33 Volkswirtschaften. Europa stellt 30 der 100 führenden Innovationscluster, Südostasien, Ostasien und Ozeanien zusammen 36. Nordamerika kommt auf 23 Cluster.

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vg 09.09.2026

 

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