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Onlinehandel

KI-Agenten im Mittelstand noch wenig verbreitet

Quelle: Igor Omilaev/Unsplash

Generative KI ist in kleinen und mittleren Unternehmen bereits vergleichsweise weit verbreitet. Der Einsatz von KI-Agenten steht dagegen noch am Anfang. Das zeigt eine YouGov-Befragung von 438 Eigentümern, Geschäftsinhabern und Entscheidern aus E-Commerce/Internet Services sowie Beschaffung und Einkauf im Auftrag von Alibaba.com und dem Bundesverband E-Commerce und Versandhandel Deutschland (bevh).

Generative KI ist etabliert, Agentic AI noch nicht

Fast zwei Drittel der befragten Unternehmen nutzen generative KI zumindest gelegentlich. KI-Agenten kommen dagegen bislang deutlich seltener zum Einsatz: 24 Prozent geben an, Agentic AI zu nutzen. Bei Unternehmen mit mindestens zehn Mitarbeitenden liegt der Anteil allerdings bei rund 45 Prozent. 21 Prozent dieser Unternehmen setzen KI-Agenten bereits regelmäßig ein.

Als zentrale Belastungen im Unternehmensalltag nennen rund 40 Prozent der Befragten die Auftragsabwicklung und den Kundenservice. 32 Prozent sehen administrative Aufgaben als Belastung, knapp 30 Prozent verweisen auf den Innovationsdruck. KI-Agenten werden entsprechend vor allem mit der Entlastung von Teams und operativen Abläufen in Verbindung gebracht.

Routineaufgaben im Fokus

52 Prozent der KMU mit mindestens zehn Mitarbeitenden sehen die Möglichkeit, durch den Einsatz von KI-Agenten zwischen zehn und mehr als 30 Prozent ihrer operativen Routineaufgaben einzusparen. Als weitere Vorteile nennen 24 Prozent die Unterstützung von Teams und 18 Prozent konkrete Zeitersparnisse bei operativen Abläufen.

Gleichzeitig bestehen weiterhin Hürden. 32 Prozent der Befragten nennen mangelndes Vertrauen in die Technologie als Grund, KI-Agenten bislang nicht stärker einzusetzen. Für 31 Prozent ist der konkrete geschäftliche Nutzen noch nicht ausreichend klar. Auch Datenschutz- und Compliance-Fragen spielen eine Rolle.

Jüngere Entscheider offener

Unterschiede zeigen sich auch zwischen den Altersgruppen. Bei den unter 35-jährigen Entscheider nutzt bereits ein Drittel (33 Prozent) Agentic AI. 22 Prozent investieren in dieser Gruppe gezielt in KI-Weiterbildung. Zudem sehen 28 Prozent ohne den Einsatz von KI-Agenten mittelfristig Risiken für die eigene Wettbewerbsfähigkeit.

Auch bei Unternehmen mit mindestens zehn Mitarbeitenden ist die Investitionsbereitschaft höher: Rund 30 Prozent planen, in den kommenden zwölf Monaten gezielt in KI-Agenten zu investieren. Über alle befragten Unternehmen hinweg liegt dieser Anteil bei 13 Prozent.

Für die weitere Verbreitung wird laut Studie entscheidend sein, konkrete Einsatzmöglichkeiten mit klar erkennbarem Nutzen zu verbinden. Neben der technischen Anwendung gewinnen dabei auch Governance, Qualitätssicherung und der Aufbau von Kompetenzen in den Unternehmen an Bedeutung.

Zur Studie

Für die Untersuchung befragte YouGov zwischen dem 8. und 15. September 2026 insgesamt 438 Eigentümer, Geschäftsinhaber und Entscheider aus den Bereichen E-Commerce/Internet Services sowie Beschaffung/Einkauf in Deutschland. Die Befragten stammen aus dem YouGov-Panel. Die Prozentangaben wurden redaktionell gerundet.

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vg 28.09.2026

 

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