Insolvenz
Kahla Porzellan stellt Geschäftsbetrieb zum Jahresende ein

Quelle: ch lunke/Adobe Stock
Die Porzellanmanufaktur Kahla stellt ihren Geschäftsbetrieb zum Ende des Jahres 2026 vollständig ein. Trotz monatelanger Gespräche mit potenziellen Investoren konnte im Insolvenzverfahren keine tragfähige Übernahmelösung gefunden werden. Auch Verhandlungen mit einem türkischen Investor blieben erfolglos. Das teilte Insolvenzverwalter Rolf Rombach mit.
Der laufende Geschäftsbetrieb soll bis zum Jahresende geordnet auslaufen. Ziel ist es, bestehende Aufträge im Rahmen der verbleibenden Möglichkeiten abzuarbeiten.
Hohe Energiekosten belasten das Geschäft
Als wesentliche Gründe für das Aus nennt der Insolvenzverwalter die hohen Energiekosten und die eingeschränkte Möglichkeit, gestiegene Kosten über höhere Preise an die Kunden weiterzugeben. Die monatlichen Gaskosten hätten zuletzt bei 150.000 bis 180.000 Euro gelegen. Damit fehle die wirtschaftliche Grundlage, um die energieintensive Porzellanherstellung in Deutschland dauerhaft kostendeckend fortzuführen.
Seit März 2026, als die Porzellanmanufaktur Kahla beim zuständigen Amtsgericht Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt hat, hatte Rombach nach eigenen Angaben Gespräche mit zahlreichen potenziellen Investoren geführt. Auch der Freistaat Thüringen und die Staatskanzlei waren in die Suche nach einer Lösung eingebunden. Die Bemühungen blieben jedoch ohne Ergebnis.
Keine Übernahmelösung gefunden
Kahla zählt zu den traditionsreichen Porzellanherstellern Thüringens. Die Marke steht für die Herstellung von Porzellan und funktionales Design. Mit der Einstellung des Geschäftsbetriebs endet die operative Tätigkeit des Unternehmens am Standort Kahla.
Rombach dankte den Beschäftigten für ihren Einsatz während des Insolvenzverfahrens. Sie hätten den laufenden Betrieb unterstützt und ihre Verbundenheit mit dem Unternehmen gezeigt. Die verbleibende Zeit soll nun für die geordnete Abwicklung genutzt werden.
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