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Automobilindustrie

Deutsche trauen Autoindustrie Comeback zu

Quelle: Alex Mares/Unsplash

Die deutsche Automobilindustrie steht unter wirtschaftlichem und internationalem Wettbewerbsdruck. Dennoch trauen ihr viele Menschen eine erfolgreiche Entwicklung zu: 71 Prozent der Deutschen vertrauen darauf, dass die Branche zu alter Stärke zurückfindet. Zugleich sind 79 Prozent überzeugt, dass sie ohne digitale Innovationen im Wettbewerb nicht bestehen kann. Das zeigt eine Umfrage des Digitalverbands Bitkom, Berlin, unter 1.003 Personen ab 16 Jahren in Deutschland.

70 Prozent der Befragten halten Kooperationen mit Technologieunternehmen für notwendig, damit die deutschen Automobilhersteller international mithalten können. Gleichzeitig spricht sich knapp die Hälfte (49 Prozent) dafür aus, dass sich die Branche wieder stärker auf ihre klassischen Werte besinnt.

Energiepreise und Handelskonflikte belasten die Branche

Als größte Herausforderungen nennen die Befragten steigende Benzin- und Energiepreise (69 Prozent) sowie Handelskriege (67 Prozent). Einschränkungen für Verbrennungsmotoren sehen 56 Prozent als Herausforderung, neue Wettbewerber 53 Prozent. Die Marktdurchdringung von Elektroautos nennen 50 Prozent, die Abhängigkeit von Batterielieferanten 48 Prozent.

Den Trend zu vernetzten und autonomen Fahrzeugen bewerten dagegen nur 25 Prozent als Herausforderung für die Position der deutschen Automobilindustrie. Digitale Verkehrsangebote wie Carsharing, Mitfahrdienste und Fahrtenvermittler nennen 17 Prozent.

KI-Anwendungen zwischen Sicherheit und Kontrolle

Auch beim Einsatz Künstlicher Intelligenz (KI) im Auto stehen Sicherheitsaspekte im Vordergrund. 83 Prozent der Befragten würden es begrüßen, wenn eine KI das Fahrzeug bei einem erkannten Diebstahlversuch automatisch blockiert. 78 Prozent befürworten eine automatische Übernahme des Fahrzeugs durch KI, um Unfälle zu vermeiden. Dass eine KI Fahruntüchtigkeit, etwa durch Übermüdung oder Alkohol, erkennt und vom Fahren abrät, halten 69 Prozent für sinnvoll.

Mehr als die Hälfte (53 Prozent) spricht sich zudem für eine KI aus, die bei überhöhter Geschwindigkeit oder riskantem Fahrverhalten aktiv in die Fahrzeugsteuerung eingreift.

Mobilitätsverhalten verändert sich

Neben den Erwartungen an die Automobilindustrie verändert sich auch die Nutzung verschiedener Verkehrsmittel. 21 Prozent der Befragten nutzen ihren eigenen Pkw nach eigenen Angaben seltener als 2024, 16 Prozent häufiger. Das Fahrrad verzeichnet einen stärkeren Zuwachs: 43 Prozent nutzen es häufiger, acht Prozent seltener.

Unter den Menschen, die ihr Mobilitätsverhalten verändert haben, nennen 61 Prozent den Klimaschutz als Grund und 51 Prozent gestiegene Energie- und Benzinpreise. Bei Personen, die ihren Pkw seltener nutzen, führen 78 Prozent die Veränderung auf höhere Energie- und Benzinpreise zurück.

Insgesamt bewerten 85 Prozent der Befragten die Digitalisierung als Chance für die Mobilität, zwölf Prozent sehen darin ein Risiko.

 

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vg 29.10.2026

 

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