Arbeitgeberranking
KI-Arbeitgeberbilder: Hannover Rück und Munich Re führen DAX-Ranking an

Quelle: Thapana Studio/Adobe Stock
Hannover Rück und Munich Re erzielen im ersten KI-Arbeitgeberranking des Monitoring-Tools Georg, ein gemeinsames Angebot von Employer Telling und NextGen Consulting, die höchsten Gesamtwerte unter den 40 DAX-Unternehmen. Die Hannover Rück erreicht 82 von 100 möglichen Punkten, Munich Re kommt auf 81 Punkte. Es folgen MTU Aero Engines und Beiersdorf mit jeweils 80 Punkten sowie Scout24 mit 79 Punkten. Das Ranking untersucht, wie KI-Modelle typische Fragen von Jobsuchenden zu den Arbeitgeberqualitäten großer deutscher Unternehmen beantworten.
Für Markenunternehmen gewinnt damit auch die Frage an Bedeutung, welches Bild generative KI von ihnen als Arbeitgeber vermittelt. Die Ergebnisse zeigen allerdings, dass dieses Bild je nach verwendetem Modell erheblich variieren kann.
Deutliche Unterschiede zwischen den KI-Modellen
Für die Analyse befragte Georg im September 2026 die Modelle ChatGPT, Gemini, Claude und Perplexity zu allen 40 DAX-Unternehmen. Grundlage waren typische Bewerberfragen zu neun Faktoren, darunter Vergütung, Karrierechancen und Führung. Insgesamt wertete Georg 160 Unternehmensprofile und 15.197 belegte Aussagen aus.
Die Einzelrankings unterscheiden sich teilweise deutlich. Während Gemini die Hannover Rück mit 92 Punkten an die Spitze setzt, liegt bei Claude Scout24 mit 82 Punkten vorn. Perplexity bewertet MTU Aero Engines mit 89 Punkten am besten. Bei ChatGPT teilen sich Siemens Energy, Munich Re und Hannover Rück mit jeweils 81 Punkten den ersten Platz.
In den Top Ten aller vier Modelle finden sich nur vier Unternehmen gleichzeitig: Munich Re, Siemens, Beiersdorf und MTU Aero Engines.
Führung und Management schneiden schwach ab
Über alle untersuchten Unternehmen hinweg fallen die Bewertungen für Karriere und Entwicklung mit durchschnittlich 80 Punkten am besten aus. Vergütung und Benefits sowie Vielfalt und Gleichberechtigung erreichen jeweils 78 Punkte. Deutlich niedriger liegen die Werte für Arbeitsbedingungen (62) und Jobsicherheit (61). Am kritischsten bewerten die KI-Modelle den Bereich Führung und Management, der auf 44 Punkte kommt.
Auch bei einzelnen Unternehmen gehen die Einschätzungen weit auseinander. Bei SAP beträgt der Abstand zwischen dem höchsten und niedrigsten Modellwert 40 Punkte: Gemini und Perplexity kommen jeweils auf 83 Punkte, Claude auf 43. Bei Brenntag liegt die Differenz bei 35 Punkten, bei Volkswagen bei 31 Punkten.
KI als zusätzlicher Faktor für die Arbeitgebermarke
Die Ergebnisse verdeutlichen, dass die Darstellung eines Unternehmens in generativen KI-Systemen nicht einheitlich ausfällt. Für das Employer Branding bedeutet das, dass sich die Wahrnehmung als Arbeitgeber je nach verwendetem KI-Tool unterscheiden kann. Eine gute Platzierung in einem Modell ist deshalb nicht automatisch auf andere Systeme übertragbar.
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