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Global Consumer Radar

Konsument:innen passen Kaufverhalten kategoriespezifisch an

Quelle: Mohamed Marey/Unsplash

Knapp ein Viertel der deutschen Verbraucher:innen (27 %) plant, die Ausgaben in den kommenden Monaten zu erhöhen, wie eine Erhebung der Strategieberatung Boston Consulting Group (BCG) zeigt. Die Untersuchung verdeutlicht dabei, dass die Konsument:innen nicht in sämtlichen Bereichen gleichermaßen sparen, sondern bewusst priorisieren. Besonders krisenfest zeigen sich dabei Kategorien des täglichen Bedarfs: Frische Lebensmittel und Körperpflegeprodukte bleiben weitgehend von Einschnitten verschont. In nicht notwendigen Kategorien – etwa bei Spielzeug, dekorativer Kosmetik oder Haushaltsgeräten – greifen Konsument:innen hingegen häufiger zu günstigeren Alternativen oder reduzieren die Kaufhäufigkeit.

Drei Viertel der Befragten (74 %) geben an, ihr Konsumverhalten bei weiteren Preissteigerungen anpassen zu wollen. Diese erwarten sie etwa durch neue Zölle oder globale Angebotsengpässe. Wenn dadurch die Preise weiter steigen sollten, reichen die geplanten Reaktionen vom Verzicht auf Markenartikel bis hin zum bewussten Nichtkauf bestimmter Produkte oder Warengruppen. Verbraucher:innen aus niedrigen Einkommensgruppen rationalisieren schon jetzt deutlich stärker – sowohl in Frequenz als auch in Produktauswahl. Verbraucher mit höherem Einkommen zeigen sich hingegen deutlich robuster und leisten sich auch weiterhin spontane oder markenorientierte Käufe.

Über die Analyse

Im Global Consumer Radar erhebt die Boston Consulting Group vierteljährlich Verbraucherdaten in 24 Märkten weltweit, darunter Deutschland, Frankreich, Großbritannien, USA, China und Indien. Die aktuelle Erhebung fand im Juni 2025 statt. In Deutschland wurden mehr als 1.000 Konsument:innen befragt. Erfasst wurden dabei unter anderem Einkaufsabsichten, persönliche Finanzlage, Preiswahrnehmung sowie Verhaltensänderungen über 15 Konsumkategorien hinweg.

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vg 07.08.2025