EUDR
Technikprobleme: Entwaldungsverordnung wird erneut verschoben
Die EU-Kommission will die EU-Verordnung für entwaldungsfreie Produkte (EUDR) erneut verschieben. Grund seien Probleme mit der IT-Infrastruktur. Die EU-Entwaldungsverordnung soll einen europäischen Rechtsrahmen gegen die Zerstörung der Wälder schaffen und sicherstellen, dass Produkte, die zur Abholzung von Wäldern führen, in der EU nicht verkauft werden.
Alois Rainer, Bundesminister für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat: "Der Vorschlag der EU-Kommission ist absolut richtig. Ich unterstütze die Ziele der EUDR – den globalen Waldschutz – uneingeschränkt. Aber die EUDR ist für Länder wie Deutschland mit unnötiger Bürokratie verbunden. Bei uns gibt es keine Entwaldung, trotzdem wird unsere Wirtschaft durch die EUDR massiv belastet. Ich habe mich wiederholt bei der EU-Kommission für die Einführung einer Null-Risiko-Variante in der EUDR eingesetzt. Die Kommission hat lange gezögert, jetzt wurde die Zeit zu knapp. Das ließ sich nur noch mit der Verschiebung heilen."
Die gewonnene Zeit müsse man nun nutzen, um die Null-Risiko-Variante "sauber in die Verordnung einzubauen – damit der Wald weltweit weiter geschützt wird, aber unsere Wirtschaft von übermäßigen Auflagen verschont bleibt". Diese soll vereinfachte Informationsanforderungen für Produkte aus Ländern mit vernachlässigbarem Entwaldungsrisiko sowie Erleichterungen für die Land- und Forstwirtschaft sowie die Wertschöpfungskette innerhalb der EU ermöglichen.
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