Umfragen
Markenwirtschaft fordert bessere Rahmenbedingungen für Wachstum

Zu viel Bürokratie, schleppende Digitalisierung und mangelhafte Infrastruktur: Diese Faktoren bremsen laut einer aktuellen Umfrage des Markenverbandes in Kooperation mit dem Berliner Verlag Table.Briefings die Entwicklung deutscher Markenunternehmen. Anlass der Erhebung war der Tag der Markenwirtschaft im September 2025 mit Rückmeldungen aus verschiedenen Branchen.
Die Attraktivität des Wirtschaftsstandorts Deutschland wird von den befragten Unternehmen im internationalen Vergleich mit nur 3,2 von 5 Punkten bewertet. Die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen schneiden mit 2,3 Punkten noch schlechter ab.
Als zentrale Hebel für mehr Wettbewerbsfähigkeit nennt die Markenwirtschaft den Abbau bürokratischer Hürden, den Ausbau digitaler Infrastruktur sowie steuerliche und energiekostenbezogene Entlastungen. Die größten Risiken sehen die Unternehmen in wachsender Regulierungsdichte, gesellschaftlicher Polarisierung und dem Fachkräftemangel.
Digitalen Wandel aktiv angehen
Trotz dieser Herausforderungen treiben viele Markenunternehmen den digitalen Wandel aktiv voran: Rund zwei Drittel nutzen oder testen bereits KI-Technologien, insbesondere in den Bereichen Markenführung, Kundenkommunikation und Prozessoptimierung. Die Erwartungen an Produktivitätsgewinne sind hoch.
"Markenunternehmen investieren in Qualität und Innovationen. Dafür brauchen sie verlässliche und klare Rahmenbedingungen", so Franz-Olaf Kallerhoff, Präsident des Markenverbandes. "Es geht nicht um weniger Regulierung, sondern um bessere Regulierung – mit praxisnahen Regeln, die Wachstum und nachhaltiges Wirtschaften ermöglichen."
Die Unternehmen fordern von der Politik drei zentrale Maßnahmen: schnellere Genehmigungsverfahren, gezielte Förderung digitaler Technologien und eine zukunftsorientierte Fachkräftepolitik. Nur so lasse sich der Standort Deutschland nachhaltig stärken.
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