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Quelle: Rupixen/Unsplash

E-Commerce

Markenverband und HDE fordern entschlossenes Vorgehen gegen illegale Importe aus Fernost

Anlässlich des Tags der Markenwirtschaft in Berlin am 9. Oktober 2025 haben der Markenverband und der Handelsverband Deutschland (HDE) die Bundesregierung und die EU zu entschlossenem Handeln gegen die zunehmende Einfuhr illegaler Produkte aus Fernost aufgerufen. Unsichere Waren, fehlende Umwelt- und Sozialstandards sowie massenhafte Markenfälschungen gefährden Verbraucher, Arbeitsplätze und den fairen Wettbewerb.

Laut dem Amt der Europäischen Union für geistiges Eigentum (EUIPO) sind 5,8 Prozent aller EU-Importe gefälscht oder nicht rechtskonform. In Deutschland belaufen sich die wirtschaftlichen Schäden auf fast acht Milliarden Euro jährlich, rund 64.000 Arbeitsplätze sind betroffen. Hauptvertriebsweg für diese Produkte sind große Online-Plattformen: 65 Prozent der Fälschungen gelangen über den E-Commerce nach Europa. Allein in Deutschland erreichen laut EUIPO wöchentlich rund 144.000 Pakete mit gefälschter Ware die Verbraucher – insbesondere Kleidung, Kosmetik, Spielwaren und Elektronik, die teils erhebliche Gesundheitsrisiken bergen.

Klare Forderungen an Politik und Behörden

"Acht Milliarden Euro Schaden jährlich – das ist ein Alarmsignal. Wir dürfen nicht länger hinnehmen, dass unser Markt mit gefährlichen und gefälschten Produkten überschwemmt wird, die unter Missachtung von Umwelt- und Arbeitsstandards produziert sind", betont Franz-Olaf Kallerhoff, Präsident des Markenverbandes. 

Auch der Handel sieht dringenden Handlungsbedarf. "So kann es nicht weitergehen. Wer hierzulande Waren verkauft, muss sich an die hiesigen Regeln halten. Ansonsten blutet in diesem unfairen Wettbewerb der heimische Einzelhandel aus", warnt HDE-Präsident Alexander von Preen.

Die Verbände fordern von der Politik gezielte Maßnahmen zur Eindämmung illegaler Importe. Dazu zählen eine bessere personelle und technische Ausstattung von Zoll und Marktüberwachung sowie ein effizienterer Datenaustausch zwischen den Behörden.

Zudem sprechen sie sich für die Abschaffung der Zollfreigrenze von 150 Euro aus und verlangen eine generelle Anmeldepflicht für alle Pakete – unabhängig vom Warenwert. Ergänzend soll ein gesetzlich verankertes Stay-Down-Gebot sicherstellen, dass einmal entfernte Fälschungen nicht erneut online gestellt werden.

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fj 13.10.2025