Modehandel
Wormland erneut insolvent – Sanierungsexperte soll Marke stabilisieren

Quelle: Marko2811/Adobe Stock
Die Theo Wormland GmbH, bekannt für ihre Menswear-Filialen in deutschen Innenstädten, hat erneut Insolvenz angemeldet. Das Amtsgericht Osnabrück bestellte den Rechtsanwalt Stephan Michels zum vorläufigen Insolvenzverwalter. Der Geschäftsbetrieb mit neun Stores in acht Städten sowie dem Online-Shop soll zunächst uneingeschränkt weiterlaufen.
Erst im vergangenen Jahr hatte das Osnabrücker Familienunternehmen Lengermann & Trieschmann (L&T) Wormland im Zuge eines Insolvenzplans übernommen und mehrere Millionen Euro investiert. Trotz umfangreicher Maßnahmen in Logistik, Digitalisierung und Kostenreduktion blieb der erhoffte Turnaround aber offensichtlich aus.
"Rückblickend haben wir zu spät erkannt, dass tiefgreifendere Einschnitte nötig gewesen wären", räumt L&T-Geschäftsführer Mark Rauschen ein. CRO Dr. Ralf Napiwotzki sieht die Ursachen vor allem im schwierigen Marktumfeld: "Der Bereich Men’s Fashion steht unter erheblichem Druck – die Kaufzurückhaltung trifft Herrenmode stärker als andere Segmente."
Die hohen Mietkosten vieler Innenstadtlagen hätten die wirtschaftliche Lage zusätzlich belastet.
Insolvenzverwalter Michels will nun in Kürze einen Investorenprozess starten. Erste Interessenten hätten sich bereits gemeldet. Ziel sei eine nachhaltige Neuausrichtung der Traditionsmarke, die 1935 von Theo Wormland gegründet wurde.
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