Studie
Authentisch künstlich statt künstlich menschlich

Die Infosys-Agentur WongDoody hat zusammen mit Prof.Dr. Stephen Schuster (HS der Medien Stuttgart) unter anderem untersucht, wie Konsument:innen KI-generierte Stimmen wahrnehmen – Quelle: WongDoody
Eine im November 2025 veröffentlichte Studie der Kreativagentur und Infosys-Tochter WongDoody mit Deutschlandsitz in Stuttgart in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Stephen Schuster von der Hochschule der Medien Stuttgart zeigt, wie Konsument:innen auf KI-basierte Markenstimmen reagieren. Unter dem Titel Voices of the Future wurden Fokusgruppen in Deutschland und Großbritannien befragt, um Erwartungen und Akzeptanzgrenzen gegenüber sogenannten Brand AI-Voices zu analysieren.
Funktionalität schlägt Imitation
Die Untersuchung zeigt, dass Vertrauen nicht durch die möglichst menschliche Nachahmung einer Stimme entsteht, sondern durch klare Funktionalität, Verlässlichkeit und Transparenz. Konsument:innen wünschen sich keine künstlichen Freunde, sondern Assistenten, die Aufgaben präzise und nachvollziehbar erledigen, so Schuster. Stimmen, die "zu menschlich" wirken, werden schnell als unehrlich oder "fake" wahrgenommen.
Voice als Schnittstelle und Transparenz statt Inszenierung
KI-Stimmen entwickeln sich zum zentralen Kontaktpunkt zwischen Marke und Mensch. Akzeptanz entsteht nur, wenn die Stimme klar als KI erkennbar bleibt und kontextgerecht funktioniert. Konsument:innen bevorzugen Offenheit gegenüber künstlicher Nähe. Marken sollten auf überinszenierte Personalisierungen verzichten und stattdessen auf Leistung und Einfachheit setzen. Die Erwartungen variieren je nach Einsatzbereich. Im Service zählt Verlässlichkeit, im Marketing Zurückhaltung. Marken sollten laut Dennis Dünnwald, Senior Vice President bei WongDoody, ihre KI-Stimme situativ und konsistent zur Markenidentität gestalten.
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