Händler-Apps
Vom Prospekt zur App: Konsumenten setzen zunehmend auf digitale Einkaufshelfer
Händler-Apps rücken zunehmend in den Fokus des FMCG-Handels. Laut einer NIQ-Studie setzen Verbraucher:innen in Deutschland verstärkt auf digitale Tools, um Einkäufe zu planen und Kosten zu optimieren. 65 Prozent der Haushalte verwenden mindestens eine App, wobei Coupons das meistgenutzte Feature darstellen (90 Prozent). Diese digitalen Einkaufshelfer beeinflussen nicht nur die Wahl des Einkaufsorts, sondern steigern auch die Kaufmengen – sogenannte 'Heavy-App-User' tätigen im Schnitt 20 Prozent mehr 'Big-Trolley'-Einkäufe.
Im Wettbewerb um die Nutzeraufmerksamkeit zählt neben Preisattraktivität vor allem die Benutzerfreundlichkeit: Ladezeiten, klare Navigation und eine störungsfreie Coupon-Einlösung sind entscheidende Faktoren. Laut der Studie wird die Lidl-App am häufigsten genutzt, während Kaufland und Penny besonders erfolgreich loyale Käufer generieren.
Digital oder Print?
Print bleibt trotz Digitalisierung relevant: 75 Prozent der Befragten nutzen den Papierprospekt zur Einkaufsplanung, während digitale Handzettel (46 Prozent) und Händler-Apps (47 Prozent) zunehmend an Bedeutung gewinnen. Jüngere Konsument:innen bevorzugen digitale Kanäle, ältere greifen überwiegend auf klassische Prospekte zurück.Zwei Drittel der Haushalte, die Prospekte ausschließlich digital nutzen, sind unter 50 Jahre; unter den exklusiv Papier-Nutzenden sind 60 Prozent über 60 Jahre.
Thomas Montiel Castro, Manager Strategic Insights Consumer Panel bei NIQ, betont: "Händler erzielen zusätzliches Wachstum vor allem über durch Coupons generierte höhere Absatzmengen – diese generieren stärkere Kundenbindung und mehr Kaufanlässe. Entscheidend ist das gesamte Nutzungserlebnis, von intuitiver App-Bedienung über personalisierte Angebote bis hin zur reibungslosen Einlösung an der Kasse."
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