In einer von Unsicherheit geprägten Zeit gewinnen bewusste Genussmomente und gemeinsame Rituale für Verbraucher:innen zunehmend an Bedeutung. Das zeigt die fünfte Rotkäppchen-Mumm-Trendstudie zur Genusskultur in Deutschland. Demnach entwickelt sich Genuss immer stärker hin zu kleinen, geteilten Momenten im Alltag, während Qualität, Wahlfreiheit und digitale Orientierungshilfen das Konsumverhalten nachhaltig beeinflussen.
Zentrale Erkenntnis der Studie ist die wachsende Bedeutung sogenannter Micro-Moments. Ein Drittel der Befragten gibt an, dass es immer einen Anlass zum Anstoßen gibt – unabhängig davon, ob mit oder ohne Alkohol. Besonders in der Generation Z gewinnen spontane Treffen, After-Work-Formate oder gemeinsame Mahlzeiten als soziale Anker an Relevanz. Diese alltagsnahen Genussmomente stiften Gemeinschaft und dienen als emotionaler Gegenpol zu gesellschaftlicher Unsicherheit.
Low- und No-Alkohol-Angebote sind im Trend
Parallel dazu etabliert sich eine bewusste Genusskultur, in der Low- und No-Alkohol-Angebote eine immer größere Rolle spielen. Jeder zweite Befragte wünscht sich ein größeres Angebot an alkoholfreien Alternativen, bei der Generation Z liegt der Anteil sogar bei rund zwei Dritteln. Entscheidend bleibt dabei der Geschmack: Mehr als ein Drittel der Konsument:innen ist bereit, für alkoholfreie Varianten genauso viel zu bezahlen wie für alkoholhaltige Produkte. Auch alkoholreduzierte Getränke gewinnen an Akzeptanz und werden zunehmend ausprobiert.
KI-gestützte Tools gewinnen an Bedeutung

Unabhängig vom Alkoholgehalt bleibt Qualität das wichtigste Kaufkriterium. 80 Prozent der Befragten nennen sie als zentralen Entscheidungsfaktor beim Kauf von Wein, Sekt oder Spirituosen. Gleichzeitig verändert sich der Weg zur Kaufentscheidung grundlegend. Neben klassischer Google-Suche und Online-Bewertungen gewinnen KI-gestützte Tools deutlich an Bedeutung. Bereits ein Viertel der Befragten nutzt Anwendungen wie ChatGPT zur Information oder für personalisierte Empfehlungen – ein Anstieg um 15 Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahr. Besonders jüngere Konsumenten greifen zunehmend auf KI zurück, etwa für Food-Pairing-Empfehlungen oder Produktauswahl.
Über die Studie
Die Trendstudie zur Genusskultur in Deutschland von Rotkäppchen-Mumm erscheint seit 2021 einmal jährlich zum Jahresende und widmet sich zentralen Fragen rund um Konsumverhalten, Vorlieben und Anlässe in einer veränderten Gesellschaft – 2025 mit dem Fokus auf bewusste Momente und den Wunsch nach Orientierung. Die Studie wurde in Zusammenarbeit mit Bonsai Research durchgeführt und kombiniert Erkenntnisse aktueller Quellen und Statistiken mit einer repräsentativen Befragung von 1.500 volljährigen Probanden, die gelegentlich bis regelmäßig (Schaum-)Wein und/oder Spirituosen genießen, und ihren Wohnsitz in Deutschland haben. Die diesjährige Befragung wurde vom 10.09. bis 15.09.2025 durchgeführt.
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