Bierbrauerei
Schneider Weisse übernimmt die Marken Bischofshof und Weltenburger

Quelle: Engin Akyurt/Unsplash
Die bayerische Traditionsbrauerei G. Schneider & Sohn ('Schneider Weisse') und die von einer Stiftung des Bistums Regensburg getragene Brauerei Bischofshof planen zum 1. Januar 2027 eine umfassende Neuordnung ihrer Geschäftsaktivitäten. Beide Unternehmen arbeiten seit vielen Jahren über eine Lohnbrauvereinbarung zusammen und wollen ihre Kräfte nun dauerhaft bündeln. Vorgesehen ist, dass Schneider Weisse die Markenrechte an 'Bischofshof' und 'Weltenburger' übernimmt und damit künftig auch die Klosterbrauerei Weltenburg sowie das Logistikunternehmen von Bischofshof mit insgesamt 21 Mitarbeitenden weiterführt. Die Produktion aller Marken soll mittelfristig am Stammsitz in Kelheim sowie in Weltenburg konzentriert werden. Der Standort Regensburg, an dem derzeit 56 Beschäftigte tätig sind, soll nach aktuellem Stand zum 31. Dezember 2026 schließen. Gespräche mit dem Betriebsrat über sozialverträgliche Lösungen sollen zeitnah beginnen.
Hintergrund des Zusammenschlusses ist die seit Jahren anhaltende Krise des deutschen Biermarkts. Die Branche hat in den vergangenen zehn Jahren rund 14 Millionen Hektoliter Absatz verloren – ein Minus von knapp 14 Prozent. Seit 15 Monaten liegen die Absätze laut Statistischem Bundesamt durchgehend unter dem Vorjahresniveau. Mit der Neuordnung wollen die Brauereien Synergien heben, Effizienz steigern und die Zukunftsfähigkeit ihrer Marken sichern. Gleichzeitig soll ein vollständiger Verlust von Arbeitsplätzen verhindert werden. Ein zentrales Anliegen beider Partner ist zudem, dass die Marken weiterhin in bayerischer Hand bleiben und auf regionaler Brautradition basieren.
Schneider Weisse blickt auf über 150 Jahre Weißbiergeschichte zurück, Bischofshof auf fast 380 Jahre Brautradition. Die Klosterbrauerei Weltenburg gilt als älteste Klosterbrauerei der Welt und steht für nahezu ein Jahrtausend bayerischer Braukultur. Durch die geplante Bündelung entsteht ein Markenverbund, der historische Braukunst, regionale Identität und wirtschaftliche Stabilität vereinen soll.
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