Studie
Ernährungstrends: Deutsche setzen auf Pragmatismus statt Polarisierung

Quelle: Dan Gold/Unsplash
Eine im Januar 2026 veröffentlichte und vom Bundesverband des Deutschen Lebensmittelhandels (BVLH), Berlin, beauftragte Forsa‑Umfrage zeigt, dass Verbraucher:innen in Deutschland beim Essen vor allem auf Wahlfreiheit und pragmatische Entscheidungen setzen. Ideologisch geführte Debatten, etwa über Bezeichnungen veganer Fleischalternativen, spielen demnach eine deutlich geringere Rolle als Geschmack, Preis und individuelle Präferenzen.
Laut Studie sehen sich 52 Prozent der Befragten als omnivor, 38 Prozent ernähren sich flexitarisch, vier Prozent vegetarisch und zwei Prozent vegan. Die Ergebnisse deuten auf eine breite Ernährungsflexibilität hin, die weniger von Polarisierung als von einem "sowohl als auch" geprägt ist. Geschmack (79 Prozent) und ein günstiger Preis (82 Prozent) sind die wichtigsten Kaufkriterien, gefolgt von Tierwohlaspekten (39 Prozent) und Bio‑Qualität (13 Prozent). Für 56 Prozent ist eine klare Kennzeichnung relevant.
Auch mit Blick auf die kommenden Jahre wünschen sich die meisten Stabilität: 94 Prozent möchten ihre gewohnten Produkte weiterhin im Lebensmittelhandel finden. Gleichzeitig wünschen sich 40 Prozent mehr Tierwohlfleisch, neun Prozent planen, künftig weniger tierische Produkte zu konsumieren.
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