Nicht-EU-Investoren
Strengere Regeln für Übernahmen deutscher Schlüsselunternehmen gefordert

Quelle: Dilok/Adobe Stock
Die Mehrheit der Menschen in Deutschland spricht sich für ein stärkeres staatliches Eingreifen bei der Übernahme strategisch wichtiger Unternehmen durch Investoren außerhalb der EU aus. Laut einer repräsentativen Bitkom-Umfrage fordern 79 Prozent, dass die Bundesregierung Übernahmen von Spitzenunternehmen der deutschen Wirtschaft durch Nicht-EU-Investoren verhindern sollte. Besonders kritisch werden dabei Investoren aus Russland (84 Prozent) und China (74 Prozent) gesehen.
Im Zentrum der Debatte stehen Schlüsselbereiche wie Halbleiterfertigung, Cloud-Dienste, Software-Plattformen, Cybersicherheitslösungen sowie marktführende Unternehmen aus Industrie, Infrastruktur und Handel. Aus Sicht vieler Befragter geht es dabei nicht nur um wirtschaftliche Kontrolle, sondern auch um den Einfluss auf Technologien, Daten und zentrale Wertschöpfungsketten. Deutlich geringer fällt die Ablehnung gegenüber Investoren aus den USA (33 Prozent) und Japan (19 Prozent) aus.
Faktor für die Zukunftsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts
Bitkom-Präsident Dr. Ralf Wintergerst betont, dass digitale Souveränität ein wesentlicher Faktor für die Zukunftsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts Deutschland sei. Unabhängigkeit bei Schlüsseltechnologien und die Kontrolle über strategisch relevante Unternehmen seien zentrale Voraussetzungen für Sicherheit, Resilienz und technologische Selbstbestimmung. Zugleich spricht sich Bitkom für offene Märkte aus, mahnt jedoch gezielte Investitionsprüfungen an, insbesondere vor dem Hintergrund zunehmender geopolitischer Spannungen.
Grundlage der Angaben ist eine Umfrage, die Bitkom Research im Auftrag des Digitalverbands Bitkom durchgeführt hat. Dabei wurden 1.156 Personen in Deutschland ab 16 Jahren telefonisch befragt. Die Befragung fand im Zeitraum KW 39 bis KW 43 2025 statt.
Kostenlos versorgt Sie der markenartikel-Newsletter mit allen Neuigkeiten. Jetzt abonnieren - nie wieder etwas verpassen!
Weitere Meldungen, die Sie interessieren könnten:
Printausgabe
Partner-News
Marketing- und Medien-News aus der new-business-Redaktion










