-

Geschäftsentwicklung

Familienunternehmen in Europa blicken optimistisch auf 2026

Quelle: Dilok/Adobe Stock

Familienunternehmen in den vier größten Volkswirtschaften Europas erwarten für 2026 mehrheitlich eine positive wirtschaftliche Entwicklung. Das zeigt eine Umfrage der Stiftung Familienunternehmen, die von Edelman Data & Intelligence in Zusammenarbeit mit dem ifo Institut durchgeführt wurde. Befragt wurden rund 2.000 Familienunternehmen in Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien.

Demnach rechnen 55 Prozent der Unternehmen mit einer Verbesserung ihrer Geschäftslage im ersten Halbjahr 2026. Knapp ein Drittel geht von einer stabilen Entwicklung aus, während lediglich 13 Prozent eine Verschlechterung erwarten. Besonders zuversichtlich sind die Unternehmen mit Blick auf den langfristigen Horizont: Rund zwei Drittel erwarten in den kommenden fünf Jahren eine bessere wirtschaftliche Entwicklung. In Deutschland liegt dieser Anteil bei 66 Prozent, in Spanien bei 72 Prozent, in Italien bei 67 Prozent und in Frankreich bei 63 Prozent.

Strukturelle Herausforderungen bleiben

Trotz der insgesamt positiven Einschätzung sehen die Familienunternehmen weiterhin strukturelle Herausforderungen. Als wichtigste Reformen zur Stärkung der eigenen Wettbewerbsfähigkeit nennen rund zwei Drittel der Befragten einen konsequenten Bürokratieabbau sowie schnellere und einfachere Genehmigungsverfahren auf EU-Ebene.

Gleichzeitig bewerten viele Unternehmen die Arbeit der Europäischen Union differenziert. Zwar werden bürokratische Vorhaben kritisch gesehen, dennoch beurteilt eine Mehrheit der Befragten die EU-Politik der vergangenen fünf Jahre insgesamt positiv.

Risiken für die Wettbewerbsfähigkeit

Zu den größten Risiken für die Wettbewerbsfähigkeit in den kommenden fünf Jahren zählen aus Sicht der Familienunternehmen steigende Energiepreise, der Fachkräftemangel sowie IT-Sicherheitsrisiken. Ebenfalls häufig genannt werden geopolitische Unsicherheiten, Zölle und Handelshemmnisse sowie regulatorische Belastungen. In Deutschland werden insbesondere die Kosten durch Bürokratie deutlich häufiger als Risiko genannt als in den anderen untersuchten Ländern.

Die Befragung fand zwischen dem 28. Mai und dem 7. Juli 2025 statt. Pro Land nahmen jeweils rund 500 Familienunternehmen teil.

zurück

vg 02.02.2026