Die Werbeinvestitionen im deutschen Sektmarkt sind 2025 das dritte Jahr in Folge zurückgegangen. Nach 43 Millionen Euro im Vorjahr belief sich das mediale Kommunikationsvolumen von Januar bis Dezember nur noch auf 36 Millionen Euro. Parallel dazu sank auch die Zahl der werbenden Marken: Zuletzt traten monatlich nur noch zwölf Anbieter werblich in Erscheinung. Die Zahlen stammen aus der Werbemarktanalyse Sekt 2026 von Research Tools mit Sitz in Esslingen. Analysiert wurdene die Werbeausgaben von 50 Marken über einen Zeitraum von fünf Jahren.
Auffällig ist die hohe Konzentration der Budgets. 69 Prozent der gesamten Brancheninvestitionen entfielen auf die drei ausgabenstärksten Marken. Im Fünfjahresvergleich zählen Freixenet, Fürst von Metternich und Rotkäppchen konstant zu den Top fünf. Insgesamt investierten fünf Marken jeweils mehr als zwei Millionen Euro, während das Ausgabenniveau ab Rang sechs deutlich abfällt.
Auch saisonal bündelt sich der Werbedruck stark. Besonders im Oktober und November liegen die Ausgaben über dem Durchschnitt – ein Muster, das für die Mehrzahl der Top-10-Marken gilt. Einzelne Anbieter setzen jedoch abweichende Akzente: So konzentrieren einige Champagnermarken ihre Aktivitäten stärker auf das Frühjahr oder die Sommermonate.
Sektmarken werben vor allem im TV
Im Medienmix dominiert weiterhin das Fernsehen mit einem Anteil von 70 Prozent der erfassten Gesamtinvestitionen. Die restlichen Budgets verteilen sich vor allem auf Online, Out-of-Home und Zeitschriften. Radio und Tageszeitungen spielen nur eine untergeordnete Rolle. Während einzelne Anbieter auf zwei Mediengattungen setzen, konzentriert sich ein Großteil der führenden Marken auf jeweils eine Leitgattung – entweder TV oder Print.