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12. Family Business Survey

Familienunternehmen in der DACH-Region unter Druck

Quelle: Dilok/Adobe Stock

Familienunternehmen im deutschsprachigen Raum stehen vor wachsenden wirtschaftlichen und technologischen Herausforderungen. Das zeigt der 12. Family Business Survey der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC. Demnach haben Konjunkturflaute, geopolitische Unsicherheiten und technologische Umbrüche die Geschäftsentwicklung vieler Unternehmen zuletzt deutlich belastet.

Fast jedes dritte Familienunternehmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz musste demnach im Jahr 2025 Umsatzrückgänge hinnehmen. Lediglich 41 Prozent berichteten von Wachstum – der niedrigste Wert seit Beginn der Erhebung im Jahr 2002. Im internationalen Vergleich fällt die Entwicklung deutlich schwächer aus: Weltweit meldeten nur 15 Prozent der befragten Familienunternehmen rückläufige Umsätze. Auch der Ausblick ist verhaltener. Während global 73 Prozent der Unternehmen in den kommenden zwei Jahren Wachstum erwarten, sind es in der DACH-Region lediglich 58 Prozent.

Wettbewerbsdruck und Fachkräftemangel

Als größte Herausforderung nennen 74 Prozent der Befragten den steigenden globalen Wettbewerbsdruck, unter anderem durch Anbieter aus China. Weitere Belastungsfaktoren sind die Suche nach qualifizierten Fachkräften (55 Prozent) sowie zunehmende regulatorische Anforderungen (34 Prozent).

Zugleich zeigt die Studie eine gewisse Zurückhaltung gegenüber neuen Technologien. Zwar erkennen 65 Prozent der Familienunternehmen die Chancen generativer Künstlicher Intelligenz, doch nur 24 Prozent investieren aktiv und sehen sich als Vorreiter bei der Einführung entsprechender Anwendungen. Mehr als die Hälfte der Unternehmen beschränkt Investitionen auf ausgewählte Bereiche ihres Kerngeschäfts.

Zurückhaltend bei Kooperationen

Auch bei strategischen Partnerschaften agieren viele Familienunternehmen zurückhaltend. Nur 46 Prozent nutzen Kooperationen, um Zugang zu Know-how oder neuen Technologien zu erhalten. Der Eintritt in neue Märkte spielt ebenfalls eine geringere Rolle: Lediglich 25 Prozent der befragten Unternehmen verfolgen entsprechende Expansionsstrategien – deutlich weniger als im globalen Durchschnitt von 42 Prozent.

Gleichzeitig wächst das Bewusstsein für die Bedeutung externer Expertise. Rund 39 Prozent der Unternehmen planen, ihre Geschäftsführung um familienfremde Führungskräfte zu erweitern. 35 Prozent wollen zudem die Zusammensetzung ihrer Beiräte oder Aufsichtsgremien verändern, um zusätzliche Kompetenzen und Perspektiven einzubinden.

Nachfolge oft ungeklärt

Ein weiterer struktureller Faktor bleibt die Unternehmensnachfolge. Während 53 Prozent der Unternehmen an bestehenden Zeitplänen festhalten, verfügen 34 Prozent über keinen klaren Nachfolgeplan. Als Hürden nennen die Befragten unter anderem den steigenden Bedarf an Fachwissen sowie ein teilweise geringes Interesse der nächsten Generation am Einstieg in das Familienunternehmen.

Für die Studie wurden weltweit 1.325 Familienunternehmen aus 62 Ländern befragt, darunter 150 aus der DACH-Region.

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vg 05.03.2026