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Einkommen pro Kopf

Kaufkraft in der DACH-Region: Deutschland legt am stärksten zu

Quelle: Nielsen IQ Geomarketing

Die Kaufkraft im deutschsprachigen Raum entwickelt sich 2026 sehr unterschiedlich. Während Deutschland das deutlichste Wachstum verzeichnet, bleibt die Schweiz beim verfügbaren Einkommen pro Kopf weiterhin unangefochten an der Spitze. Das zeigen die Kaufkraftstudien von Nielsen IQ Geomarketing für Deutschland, Österreich und die Schweiz.

Deutschland mit stärkstem Plus in der DACH‑Region

Deutschland steigert seine Pro‑Kopf‑Kaufkraft 2026 nominal um fünf Prozent auf 31.193 Euro – der höchste Zuwachs im DACH‑Vergleich. Insgesamt stehen den Deutschen damit 2.607 Milliarden Euro zur Verfügung. Besonders profitieren wirtschaftsstarke Regionen in Bayern und Hessen, während Automobilstandorte wie Wolfsburg oder Ingolstadt unterdurchschnittlich wachsen.

Die regionalen Unterschiede bleiben groß: Bayern führt mit 33.666 Euro pro Kopf das Bundesländer‑Ranking an, während Bremen mit 27.172 Euro das Schlusslicht bildet. Auf Kreisebene bleibt Starnberg mit 42.751 Euro unangefochten vorn.

Österreich: Gleichmäßige Verteilung, aber geringere Dynamik

Österreich liegt 2026 mit 31.454 Euro pro Kopf knapp über dem deutschen Niveau, wächst aber deutlich moderater (+2,5 Prozent). Die Kaufkraft verteilt sich im Bundesländervergleich homogener als in Deutschland: Sieben der neun Länder liegen über dem Durchschnitt. An der Spitze steht erneut Niederösterreich mit 32.899 Euro, gefolgt von Vorarlberg und Salzburg.

Auffällig ist die starke Spreizung innerhalb Wiens: Während die Hauptstadt insgesamt unter dem Landesdurchschnitt liegt, zählt der 1. Bezirk (Innere Stadt) mit 44.096 Euro zu den kaufkraftstärksten Regionen Österreichs.

Schweiz bleibt weit voraus – trotz geringerer Wachstumsrate

Mit einer durchschnittlichen Kaufkraft von 54.730 Euro pro Kopf liegt die Schweiz weiterhin deutlich vor Deutschland und Österreich. Das Wachstum fällt mit +2,5 Prozent ebenfalls moderat aus. Besonders hohe Einkommen erzielen die Kantone Zug (94.405 Euro) und Schwyz (81.236 Euro). Auf Bezirksebene zeigt sich die größte Spreizung der gesamten DACH‑Region: Der Bezirk Höfe erreicht 144.630 Euro pro Kopf – mehr als das 2,6‑Fache des Schweizer Durchschnitts.

Über die Studie

Die NIQ‑Kaufkraftdaten basieren auf dem nominal verfügbaren Nettoeinkommen der Bevölkerung, einschließlich staatlicher Transferleistungen wie Kindergeld, Arbeitslosengeld oder Renten. Sie spiegeln damit das Einkommen wider, das für Konsum, Wohnen, Freizeit oder Sparen zur Verfügung steht, allerdings ohne Abzug von Lebenshaltungskosten. Grundlage der Berechnung sind Steuerstatistiken, Daten zu staatlichen Leistungen sowie Prognosen wirtschaftlicher Institute.

 

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fj 09.04.2026