
Quelle: Spencer Stuart
CEO Transitions in Europe 2025
CEO-Wechsel in Europa: Weniger Bewegung, höhere Anforderungen
Die Zahl der CEO-Wechsel in den größten börsennotierten Unternehmen Europas ist 2025 deutlich zurückgegangen: Laut dem Bericht CEO Transitions in Europe 2025 von Spencer Stuart gab es 61 Neubesetzungen, nach 72 im Vorjahr – der niedrigste Wert seit 2017. Auch in Deutschland blieb die Dynamik in DAX und MDAX moderat, mit neun Neubesetzungen.
Rückkehr externer Kandidaten
Trotz der stabilen Zahlen steigen die Anforderungen an CEOs weiter. Rund zwei Drittel der neuen deutschen CEOs kamen 2025 von außerhalb der Unternehmen, ein Trend, der nach Jahren wachsender interner Nachfolgen auffällt. Typischerweise hatten die Kandidaten bereits substanzielle Profit-&-Loss-Verantwortung oder fungierten zuvor als CFO, bevor sie erstmals die Führung eines börsennotierten Unternehmens übernahmen.
Neben klassischen Managementfähigkeiten wird heute vor allem Erfahrung im Umgang mit Künstlicher Intelligenz, datengetriebenen Geschäftsmodellen und technologischer Disruption erwartet. Auch geopolitisches Verständnis und internationale Erfahrung gewinnen an Bedeutung, besonders für technologie- und exportorientierte deutsche Unternehmen.
"Gefragt sind Persönlichkeiten, die unklare Situationen bewältigen, strategische Ziele setzen und das Team auf Veränderungen einschwören können", sagt Ralf Landmann, Consultant der CEO & Boards Practice bei Spencer Stuart.
Generationenwechsel und Internationalität
Das Durchschnittsalter neu ernannter CEOs liegt europaweit bei knapp 56 Jahren, die durchschnittliche Amtszeit ausgeschiedener CEOs sank auf 7,5 Jahre. Mit dem Ausscheiden der Babyboomer zeichnet sich ein struktureller Generationswechsel ab, auch in deutschen Vorstandsetagen. Internationalität und interkulturelle Erfahrung nehmen zu, während die operative Diversität unverändert niedrig bleibt: Nur zehn Prozent der neu bestellten CEOs in Europa sind Frauen.











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