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AHK World Business Outlook

Nahost-Konflikt belastet Markenunternehmen weltweit

Quelle: Juliana Kozoski/Unsplash

Der anhaltende Konflikt im Nahen Osten entwickelt sich zunehmend zu einem strukturellen Risikofaktor für international agierende Markenunternehmen. Eine Sonderauswertung des AHK World Business Outlook (Frühjahr 2026) der Deutsche Industrie- und Handelskammer (DIHK) zeigt: 85 Prozent der weltweit tätigen deutschen Unternehmen berichten bereits von spürbaren Auswirkungen oder rechnen zeitnah damit.

Im Zentrum der Belastungen stehen deutlich gestiegene Kosten und anhaltende Störungen in den Lieferketten. Vor allem steigende Energiepreise treiben die Inputkosten entlang der gesamten Wertschöpfungskette nach oben – von Rohstoffen über Transport bis hin zum Endprodukt. 

Besonders stark betroffen ist die Golfregion, ein wichtiger Absatz- und Investitionsmarkt für viele Markenunternehmen. Dort melden 94 Prozent der Betriebe Beeinträchtigungen. Gleichzeitig zeigen die Daten, dass die Effekte weit über die Region hinausreichen: Auch in Europa und Nordamerika berichten zahlreiche Unternehmen von gestörten Lieferketten und steigenden Kosten.

Stresstest für die globale Wirtschaft

Insgesamt gibt mehr als die Hälfte der befragten Unternehmen weltweit an, von Unterbrechungen in ihren Lieferketten betroffen zu sein. Ursachen sind unter anderem eingeschränkte Transportwege, Probleme in der Logistik sowie Unsicherheiten in der Infrastruktur. 

Zudem geraten internationale Dienstleistungs- und Projektgeschäfte unter Druck. Einschränkungen bei Geschäftsreisen und der Entsendung von Mitarbeitenden – insbesondere in sicherheitssensiblen Regionen – verzögern Projekte und beeinträchtigen Marktbearbeitung und Kundenkontakte.

Parallel dazu berichten viele Unternehmen von einer nachlassenden Nachfrage, steigender Investitionszurückhaltung und wachsender Planungsunsicherheit. 

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vg 17.04.2026