Künstliche Intelligenz
KI: Breite Nutzung trifft auf wachsende Skepsis
Eine repräsentative Befragung des Digitalverbands, Bitkom, Berlin, in Deutschland zeigt die rasante Verbreitung von Künstlicher Intelligenz (K) im Alltag, aber auch ambivalente Einstellungen in der Bevölkerung. Demnach nutzt inzwischen rund ein Drittel der Menschen ab 16 Jahren KI mindestens einmal pro Woche, 15 Prozent sogar täglich. Insgesamt greifen 58 Prozent bereits auf entsprechende Anwendungen zurück.
Besonders hoch ist die Nutzung in jüngeren Zielgruppen: Bei den 16- bis 29-Jährigen verwendet knapp ein Drittel KI täglich, bei den 30- bis 49-Jährigen etwa gut ein Fünftel. Gleichzeitig zeigt sich ein deutlicher Generationenunterschied in der Wahrnehmung: Während 81 Prozent der Jüngeren KI eher als Chance sehen, liegt dieser Anteil bei den Über-65-Jährigen bei 58 Prozent. Umgekehrt betrachtet mehr als ein Drittel der Älteren KI eher als Risiko.
In der Gesamtbevölkerung überwiegt weiterhin eine optimistische Sicht. 69 Prozent bewerten KI eher als Chance, 27 Prozent eher als Gefahr. Im Vergleich zum Vorjahr ist der Anteil der Skeptiker leicht gestiegen.
Drei Viertel erwarten, dass KI die Gesellschaft innerhalb der nächsten fünf Jahre spürbar verändert
Auffällig ist zudem die hohe Erwartung an gesellschaftliche Veränderungen: Drei Viertel der Befragten gehen davon aus, dass KI die Gesellschaft innerhalb der nächsten fünf Jahre spürbar verändern wird. 42 Prozent sehen diese Veränderung bereits heute als Realität.
Gleichzeitig sind Unsicherheiten weit verbreitet. Am häufigsten genannt wird die Sorge vor der Verbreitung von Falschinformationen (50 Prozent). Ebenfalls häufig genannt werden fehlende Regulierung, Machtkonzentration sowie Datenschutzbedenken. Knapp ein Viertel der Befragten befürchtet zudem, durch die Nutzung von KI kognitiv zu verlernen.
KI ist im Alltag angekommen, wird jedoch je nach Zielgruppe unterschiedlich bewertet und genutzt
Die Nutzungsmuster sind breit gefächert. KI wird vor allem für Alltagsfragen, Textarbeit, Übersetzungen und Zusammenfassungen eingesetzt, aber auch für persönliche Themen, Gesundheit und Finanzen. Im Schnitt nutzen Anwender KI in fünf verschiedenen Anwendungsfeldern. Neben funktionalen Anwendungen dominiert dabei die Rolle als Effizienzwerkzeug, Lernhilfe und kreativer Impulsgeber.
Unter Nicht-Nutzern ist Ablehnung nur ein Randphänomen. Deutlich häufiger werden fehlendes Vertrauen, mangelnder Bedarf oder die Bevorzugung klassischer Informationsquellen wie Suchmaschinen genannt.
Grundlage der Angaben ist eine Umfrage, die Bitkom Research im Auftrag des Digitalverbands Bitkom durchgeführt hat. Dabei wurden 1.003 Personen in Deutschland ab 16 Jahren telefonisch befragt. Die Befragung fand zwischen KW 8 und KW 11 2026 statt.
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