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Studie

Rabatte prägen das Einkaufsverhalten stärker denn je

Quelle: Shopfully

Die angespannte Konsumstimmung in Deutschland beeinflusst das Einkaufsverhalten weiterhin deutlich. Das zeigt die aktuelle Studie The State of Shopping 2026 des Shopping‑Tech-Unternehmens Shopfully, Berlin. Demnach rechnen 67 Prozent der Befragten nicht mit einer Verbesserung ihrer Kaufkraft. Viele reagieren darauf mit einem stärkeren Fokus auf Preisaktionen: 53 Prozent gleichen steigende Kosten aus, indem sie gezielt Produkte im Angebot kaufen und sich an der größten Ersparnis orientieren. 38 Prozent verteilen ihre Einkäufe auf mehrere Händler, um von unterschiedlichen Promotions zu profitieren.

Trotz des Kostendrucks wollen 45 Prozent ihre Ausgaben in keinem abgefragten Bereich reduzieren – Angebote bleiben damit ein zentrales Steuerungsinstrument bei der Einkaufsplanung.

Hybrid einkaufen, stationär abschließen

Das Einkaufsverhalten bleibt gemischt: 41 Prozent kaufen sowohl online als auch im Geschäft ein. Der stationäre Handel bleibt jedoch der wichtigste Abschlusskanal. 56 Prozent kaufen überwiegend im Laden, während reines Online‑Shopping mit drei Prozent kaum eine Rolle spielt.

Besonders deutlich zeigt sich die Store‑Orientierung in einzelnen Warengruppen:

  • Lebensmittel & Getränke: 97 Prozent kaufen vorwiegend stationär
  • Hygiene & Beauty: 89 Prozent
  • Bekleidung & Mode: 68 Prozent
  • Elektronik & Technologie: 62 Prozent

Kaufentscheidungen beginnen online

Obwohl der Abschluss häufig im Geschäft erfolgt, startet die Informationssuche meist digital. 54 Prozent recherchieren vor dem Kauf immer oder oft online, weitere 26 Prozent gelegentlich. Nur sechs Prozent verzichten vollständig auf Online‑Recherche.

Genutzte Informationsquellen sind vor allem:

  • Online‑Marktplätze (47 Prozent)
  • Prospekt‑ und Angebotsplattformen (45 Prozent)
  • Händler‑ und Markenwebsites (34 Prozent)
  • Suchmaschinen (31 Prozent)
  • Preisvergleichsseiten (27 Prozent)

Rabatte beeinflussen fast alle

Die Studie zeigt eine hohe Sensibilität für Promotions: 97 Prozent lassen sich von Angeboten beeinflussen, 58 Prozent sogar stark. Dennoch bleibt der Preis nicht das einzige Kriterium. Entscheidend für den Kauf sind weiterhin Produktqualität und Preis‑Leistungs‑Verhältnis.

Wachsende Wechselbereitschaft

Rabatte erhöhen die Flexibilität bei der Händlerwahl. Neben der Nutzung von Aktionsware (53 Prozent) greifen viele verstärkt zu Coupons (39 Prozent) oder wechseln zu günstigeren Marken und Eigenmarken (36 Prozent). Für Händler bedeutet das: Sichtbarkeit in digitalen Rechercheumfeldern wird wichtiger, ebenso eine klare Kommunikation des Produktwerts.

Über die Studie

Shopfully befragte im März 2026 insgesamt 6.605 Nutzer:innen aus acht europäischen Ländern (unter anderem Deutschland, Italien, Spanien, Österreich). Teilgenommen haben Personen ab 25 Jahren, die die firmeneigenen Apps nutzen.

 

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fj 27.05.2026