Künstliche Intelligenz
P&G tritt KI-Plattform IPAI bei
Der Konsumgüterkonzern Procter & Gamble, mit Deutschlandsitz in Schalbach wird Mitglied der KI-Innovationsplattform IPAI in Heilbronn. Mit dem Beitritt baut das Unternehmen seine Aktivitäten im Bereich Künstliche Intelligenz weiter aus und will seine Expertise unter anderem aus Forschung, Produktentwicklung, Fertigung und Cyber-Security in das Netzwerk einbringen.
Fokus auf industrielle KI-Anwendungen
Im Fokus der Zusammenarbeit steht insbesondere der Einsatz von KI in der industriellen Produktion. P&G plant, Produktionsprozesse mithilfe von Predictive Manufacturing vorausschauend zu analysieren und datenbasiert effizienter zu steuern. Darüber hinaus sollen KI-Anwendungen in der Produktentwicklung – von der Prototypenerstellung bis zum finalen Design – sowie im Bereich Cyber-Security vorangetrieben werden.
Viele Innovationsprojekte des Unternehmens entstehen im 'German Innovation Center' in Schwalbach am Taunus, dem größten Forschungsstandort von P&G außerhalb der USA mit rund 1.400 Forschenden. In seinen acht deutschen Werken setzt der Konzern bereits heute auf datenbasierte und KI-gestützte Prozesse.
Astrid Teckentrup, Vorsitzende der Geschäftsführung von P&G DACH, bezeichnete KI als "zentralen Hebel", um Innovationen schneller und nachhaltiger in marktfähige Produkte zu überführen. IPAI-CEO Moritz Gräter sieht im Beitritt von P&G ein "starkes Signal für den KI-Standort Deutschland".
Heilbronn als KI-Ökosystem mit industrieller Basis
Hinter IPAI (Innovation Park Artificial Intelligence) steht eines der ambitioniertesten KI-Projekte Europas. In Heilbronn entsteht mit Unterstützung des Landes Baden-Württemberg sowie der Dieter Schwarz Stiftung ein 23 Hektar großer KI-Campus, auf dem Unternehmen, Start-ups, Wissenschaft und öffentliche Institutionen gemeinsam an KI-Anwendungen arbeiten sollen. Ziel ist es, die gesamte Wertschöpfungskette der Künstlichen Intelligenz abzubilden – von Forschung und Fachkräftequalifizierung bis hin zu Entwicklung und Kommerzialisierung verantwortungsvoller KI-Lösungen.
Die Dieter Schwarz Stiftung ist eng mit der Schwarz-Gruppe verbunden, zu der Handelsunternehmen wie Lidl und Kaufland gehören. Gemeinsam mit der Stadt Heilbronn und der Schwarz-Gruppe zählt die Stiftung zu den zentralen Treibern des Projekts. Das Land Baden-Württemberg und die Dieter Schwarz Stiftung stellen jeweils 50 Millionen Euro Anschubfinanzierung bereit. Ziel ist ein europäisches Innovationsökosystem, das die gesamte KI-Wertschöpfungskette abbildet – von Forschung und Qualifizierung bis hin zur Anwendung und Kommerzialisierung verantwortungsvoller KI.
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