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Quelle: IDH-Konsumentenreport Q2-2026

Umfragen

WM 2026 löst Vorfreude und Kaufimpulse aus

Die Fußball‑Weltmeisterschaft 2026 in den USA, Kanada und Mexiko löst in Deutschland spürbare Vorfreude aus und beeinflusst das Konsumverhalten. Das zeigt der aktuelle IDH‑Konsumentenreport. Trotz großer Distanz und Zeitverschiebung planen demnach knapp zwei Drittel der Befragten, WM‑Spiele zu verfolgen.

Hohe Aufmerksamkeit trotz Distanz und Kritik

Die Mehrheit der Befragten zeigt sich fußballaffin: 27 Prozent wollen möglichst viele Spiele sehen, weitere 39 Prozent schalten ein, wenn es zeitlich passt. Drei Prozent planen sogar eine Reise zu Spielen vor Ort. 35 Prozent wollen die WM hingegen nicht verfolgen, vor allem aus generellem Desinteresse (56%), wegen zunehmender Kommerzialisierung (24%) oder aufgrund von Fifa‑Skandalen (19%).

Beim Blick auf die deutsche Nationalmannschaft überwiegt Optimismus: 70 Prozent erwarten ein gutes Abschneiden, 13 Prozent trauen dem Team sogar den Titel zu.

Heimisches Public Viewing dominiert

Die Anstoßzeiten in Nordamerika verlagern das Turnier ins Private: 85 Prozent der Fans schauen zu Hause. Mehr als die Hälfte (54%) plant gemeinsame Abende mit Partner:in oder Familie, 24 Prozent mit Freund:innen. Beim Getränkekonsum zeigt sich der Zeitfaktor ebenfalls: Neben Alkohol (35%) stehen Kaffee und Tee (21%) sowie Softdrinks (23%) hoch im Kurs.

Die WM sorgt dementsprechend für zusätzliche Nachfrage im Lebensmittelhandel, allerdings ohne große Anschaffungswellen. Getränke (37%), Snacks (32%) und Grillgut (31%) dominieren den geplanten "Fankorb". Hochpreisige Produkte wie Fernseher oder Beamer (3%) spielen kaum eine Rolle. Fast die Hälfte (46%) verzichtet komplett auf WM‑bezogene Ausgaben, 38 Prozent kaufen nur bei Angeboten. Strategische Vorratseinkäufe sind für 36 Prozent relevant, Lieferdienste nutzen lediglich sechs Prozent.

Digitale Prospekte als wichtigste Anlaufstelle

WM‑bezogene Werbung wird stark wahrgenommen: 61 Prozent haben entsprechende Aktionen bereits gesehen, 23 Prozent sogar mehrfach. Bei der aktiven Suche nach Rabatten liegen digitale Angebotsportale mit 31 Prozent vorn – vor gedruckten Prospekten (25%) und Händler‑Apps oder Websites (15%). 27 Prozent empfinden WM‑Werbung als attraktiver als herkömmliche Werbung.

Sportliches Ereignis mit kritischen Untertönen

Für 40 Prozent ist die WM ein sportliches Highlight, 16 Prozent sehen sie als sozialen Anlass. Gleichzeitig betrachten 16 Prozent das Turnier kritisch, etwa wegen politischer Rahmenbedingungen oder Korruptionsvorwürfen. 27 Prozent stufen die WM eher als Unterhaltung nebenbei ein.

Über den Report

Der IDH‑Konsumentenreport Q2‑2026 wurde von der Initiative Digitale Handelskommunikation erstellt, getragen von Bonial, Marktguru und Shopfully. Grundlage sind 3.761 Befragungen in den Apps der Initiatoren. Der Report untersucht Konsumverhalten, Preisbewusstsein, Werbewahrnehmung und Einkaufsplanung rund um die Fußball‑WM 2026. Die IDH analysiert regelmäßig Markttrends in der digitalen Handelskommunikation und versteht sich als Informationsquelle für Handel, Verbände, Politik und Medien.

 

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fj 04.06.2026