Wissenschafts- und Technologiekonzern
Merck baut Life-Science-Geschäft durch geplante Milliardenakquisition aus

Der Darmstädter Wissenschafts- und Technologiekonzern Merck KGaA mit Sitz in Darmstadt, Deutschland, hat eine verbindliche Vereinbarung zur Übernahme der US-amerikanischen Bio-Techne Corporation geschlossen. Der Kaufpreis beträgt 73 US-Dollar je Aktie in bar und entspricht einem Unternehmenswert von rund 11,3 Milliarden US-Dollar (9,9 Milliarden Euro). Die Transaktion steht unter dem Vorbehalt regulatorischer Genehmigungen sowie der Zustimmung der Bio-Techne-Aktionär und soll voraussichtlich Ende 2026 oder Anfang 2027 abgeschlossen werden.
Ausbau integrierter Life-Science- und Forschungslösungen
Mit der geplanten Akquisition will Merck seine Position in wachstumsstarken Life-Science-Märkten stärken. Bio-Techne mit Sitz in Minneapolis, USA, bringt ein Portfolio aus Forschungsreagenzien, Analyseinstrumenten und Technologien für biowissenschaftliche Anwendungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette ein.
Nach Unternehmensangaben ergänzt die Übernahme bestehende Aktivitäten in den Bereichen Forschung, Biologikaproduktion und neuartige Therapien. Im Fokus stehen insbesondere Anwendungen in den Bereichen Multi-Omics, Spatial Biology, Zell- und Gentherapien sowie Präzisionsdiagnostik.
Integration entlang der gesamten Wertschöpfungskette
Strategisch zielt die Transaktion auf eine stärkere Integration der Life-Science-Aktivitäten von Merck ab. Durch die Kombination beider Unternehmen sollen Forschungs-, Entwicklungs- und Produktionsprozesse in der Biotechnologie enger miteinander verzahnt werden.
Der Konzern verweist darauf, dass die Übernahme auf frühere Akquisitionen wie Millipore, Sigma-Aldrich und Versum aufbaut und die internationale Position in einem stark wachsenden Marktumfeld weiter ausbaut. Für Konsument indirekt relevant ist die Entwicklung insbesondere im Kontext neuer Therapien und biopharmazeutischer Innovationen.
Auswirkungen auf Organisation und Mitarbeitende
Mit dem Zusammenschluss der Aktivitäten in Nordamerika, Europa und Asien erwartet Merck eine stärkere internationale Vernetzung der Teams. Dies soll unter anderem neue Möglichkeiten für Zusammenarbeit, Mobilität und Kompetenzentwicklung innerhalb der globalen Organisation eröffnen. Gleichzeitig kündigt der Konzern an, bestehende Kundenbeziehungen sowie wissenschaftliche Netzwerke beider Unternehmen zu erhalten und weiterzuentwickeln.
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