Beauty-Branche
Coty strukturiert Prestige-Vertrieb neu, Caroline Andreotti geht
Der US-Kosmetikkonzern Coty Inc. richtet seine Organisationsstruktur im Rahmen der Strategie 'Coty.Curated' neu aus und verlagert zentrale kommerzielle Entscheidungsprozesse stärker in die Unternehmenszentrale. Im Zuge der Umstrukturierung übernimmt Executive Chairman und Interims-CEO Markus Strobel künftig direkt die Steuerung des Prestige-Geschäfts. Regionale Vertriebsverantwortliche berichten damit künftig unmittelbar an ihn.
Parallel dazu werden Funktionen in der Produktentwicklung und Nachhaltigkeit im Prestige-Segment mit der Supply-Chain-Organisation zusammengeführt. Ziel ist eine vereinfachte Steuerung von Innovation, Entwicklung und operativer Umsetzung.
Abgang von Caroline Andreotti
Im Zuge der Neuaufstellung verlässt auch die bisherige Chief Commercial Officer Prestige, Caroline Andreotti, das Unternehmen zum Ende September. Sie war knapp drei Jahre in dieser Funktion tätig und gehört seit rund zwei Jahrzehnten zum Konzern.
Andreotti verantwortete seit 2023 die globale kommerzielle Steuerung des Prestige-Portfolios. In dieser Rolle koordinierte sie die Zusammenarbeit mit internationalen Handelspartnern und prägte die Ausrichtung der Vertriebsorganisation. Zuvor leitete sie unter anderem den globalen Travel-Retail-Bereich sowie verschiedene regionale Führungsfunktionen in Asien, darunter China und Südostasien.
Ihre Laufbahn bei Coty begann bereits 2008 im Travel Retail Asia Pacific, nachdem sie zuvor Führungspositionen bei Elizabeth Arden sowie im asiatisch-pazifischen Marktumfeld innehatte.
Neben Andreotti verlassen auch Dr. Shimei Fan, Chief Scientific and Sustainability Officer, und Priya Srinivasan, Chief People and Purpose Officer, Ende August 2026 das Unternehmen.
Neuausrichtung der Prestige-Organisation
Im Zuge der aktuellen Veränderungen betont Coty eine stärkere Integration von Strategie, Umsetzung und regionaler Marktverantwortung. Die direkte Berichtslinie der Regionen an die Unternehmensspitze soll Entscheidungsprozesse beschleunigen und die Steuerung von Absatz und Marktanteilen stärker zentralisieren.
Für das Prestige-Geschäft bedeutet die Neuordnung zugleich eine stärkere Bündelung der Verantwortung auf Konzernebene. Während bislang zentrale kommerzielle Funktionen stärker in einer dedizierten Prestige-Organisation verankert waren, werden diese nun enger mit der Gesamtführung verzahnt.
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