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Quelle: Deloitte

Künstliche Intelligenz

Agentic Commerce: KI-Shopping gewinnt an Akzeptanz

Künstliche Intelligenz (KI) etabliert sich zunehmend als Einkaufsassistent im Online-Handel. Bereits 56 Prozent der Verbraucher in Europa nutzen KI beim Shopping. In Deutschland liegt der Anteil bei 52 Prozent und damit deutlich höher als noch im September 2025, als lediglich 44 Prozent entsprechende Anwendungen einsetzten. Das zeigt die Deloitte-Studie The state of Agentic Commerce in Europe, für die im Mai 2026 insgesamt 13.500 Konsument in 15 europäischen Ländern befragt wurden, darunter 1.500 in Deutschland.

Während Spanien mit 67 Prozent den höchsten Anteil an KI-Nutzer verzeichnet, bildet Großbritannien mit 48 Prozent das Schlusslicht. Deutschland bewegt sich im europäischen Vergleich im unteren Mittelfeld.

KI unterstützt vor allem bei Recherche und Preisvergleich

Die Mehrheit der Verbraucher nutzt KI vor allem zur Informationsbeschaffung. 32 Prozent setzen die Technologie für Preisvergleiche ein, 24 Prozent vergleichen Produkte und 22 Prozent lassen sich Produktbewertungen zusammenfassen.

Wer bereits KI beim Einkauf verwendet hat, greift zunehmend regelmäßig darauf zurück: 75 Prozent der Nutzer setzen KI inzwischen häufiger ein als zuvor. Mehr als die Hälfte (56 Prozent) bevorzugt KI-Agenten gegenüber anderen digitalen Einkaufshilfen, und für 51 Prozent gehören sie bereits fest zum Einkaufserlebnis.

Die eigentliche Kaufentscheidung möchten die meisten Konsument jedoch weiterhin selbst treffen. Europaweit würden lediglich acht Prozent den Kauf vollständig an eine KI delegieren. In Deutschland liegt dieser Anteil sogar nur bei knapp sechs Prozent.

Quelle: Deloitte

Vertrauen bleibt entscheidender Faktor

Wie intensiv KI im Einkauf genutzt wird, hängt maßgeblich vom Vertrauen in die Technologie ab. Besonders aufgeschlossen zeigen sich junge Erwachsene zwischen 18 und 27 Jahren. 39 Prozent dieser Altersgruppe vertrauen KI-Anwendungen stärker als Mitarbeitenden im stationären Handel (34 Prozent) und sind eher bereit, persönliche Daten für personalisierte Angebote bereitzustellen.

Mit zunehmendem Alter wächst dagegen die Skepsis gegenüber KI-gestützten Einkaufshilfen.

Datenschutz verliert an Bedeutung

Zu den größten Vorbehalten europäischer Verbraucher zählen Datenschutz- und Sicherheitsbedenken (37 Prozent), die Sorge vor Manipulation (32 Prozent) sowie der mögliche Verlust des persönlichen Kontakts (30 Prozent).

In Deutschland hat sich die Haltung gegenüber KI allerdings spürbar verändert. Gaben 2025 noch 52 Prozent der Befragten Datenschutz als größtes Bedenken an, sind es 2026 nur noch 30 Prozent. Gleichzeitig können sich weitere 28 Prozent der Deutschen vorstellen, KI künftig beim Online-Einkauf auszuprobieren.

Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass positive Nutzungserfahrungen die Akzeptanz von KI im Handel erhöhen. Für Handelsunternehmen und Marken gewinnt damit die Frage an Bedeutung, wie Produkte und Inhalte künftig sowohl für Konsument als auch für KI-gestützte Einkaufssysteme sichtbar und vertrauenswürdig aufbereitet werden.

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vg 14.07.2026