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Mobilitäts- und Lieferdienst

Konsolidierung im Liefermarkt: Uber schluckt Delivery Hero

Der Mobilitäts- und Lieferdienst Uber will den Berliner Lieferdienst Delivery Hero übernehmen. Beide Unternehmen haben eine entsprechende Vereinbarung unterzeichnet. Den Aktionärinnen und Aktionären von Delivery Hero soll ein freiwilliges Übernahmeangebot über 41,50 Euro je Aktie unterbreitet werden. Damit wird das Unternehmen mit rund 13 Miliarden Euro bewertet. Vorstand und Aufsichtsrat von Delivery Hero unterstützen die Transaktion grundsätzlich und wollen sie nach Prüfung der Angebotsunterlagen empfehlen.

Sollten die zuständigen Behörden zustimmen, entstünde eine Plattform, die in 99 Ländern aktiv wäre und nach Unternehmensangaben auf ein gemeinsames Bruttowarenvolumen (GMV) von 236 Milliarden US-Dollar im Jahr 2025 käme. Der Abschluss der Transaktion wird für die zweite Jahreshälfte 2027 erwartet.

Plattformen bündeln Marken und Reichweite

Für die Markenführung bedeutet die geplante Übernahme vor allem eine stärkere internationale Bündelung etablierter Liefermarken. Delivery Hero bringt ein Portfolio regional verankerter Marken wie Glovo, Talabat, PedidosYa, HungerStation, Baedal Minjok und Foodpanda ein. Diese sollen mit Ubers Technologie- und Mobilitätsplattform kombiniert werden.

Nach Angaben der Unternehmen sollen die jeweiligen Marken und lokalen Teams zunächst weitergeführt werden. Ziel sei es, die regionale Marktkenntnis mit einer gemeinsamen technologischen Infrastruktur zu verbinden.

Fokus auf Omnichannel und Quick Commerce

Die Unternehmen sehen insbesondere im Zusammenspiel von Mobilität, Essenslieferungen und Quick Commerce Wachstumspotenzial. Durch die gemeinsame Plattform sollen Innovationen beschleunigt sowie Angebot, Reichweite und Komfort für Kundinnen und Kunden sowie Handelspartner ausgebaut werden.

Uber hat zugesagt, den Unternehmenssitz von Delivery Hero in Berlin mindestens bis 2029 zu erhalten. Darüber hinaus kündigte das Unternehmen an, in den kommenden fünf Jahren rund zwei Milliarden Euro in Deutschland investieren zu wollen. Geplant sind Investitionen in den Ausbau des Geschäfts, zusätzliche Unternehmensfunktionen sowie Projekte rund um autonomes Fahren.

Verkauf von 14 Märkten

Parallel zur Übernahme vereinbarte Delivery Hero den Verkauf seiner Aktivitäten in 14 Märkten an die Investmentgesellschaft SSW Partners. Betroffen sind Länder, in denen Uber Eats und Delivery Hero bislang direkt miteinander konkurrieren. Der Kaufpreis liegt bei rund 1,4 Milliarden Euro.

Mit dieser Aufteilung sollen regulatorische Anforderungen erleichtert und wettbewerbsrechtliche Bedenken adressiert werden. Die betroffenen Landesgesellschaften sollen weiterhin auf der bestehenden Technologieplattform von Delivery Hero arbeiten und ihre lokalen Marken fortführen.

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vg 16.07.2026